Courtage

Courtage oder auch Provision sind Begriffe, die in vielen Bereichen Anwendung finden. Am bekanntesten dürfte die Maklercourtage im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften sein. Doch auch an der Börse und im Versicherungswesen wird mit Provisionen gearbeitet. Per Definition handelt es sich dabei um das Entgelt für den erfolgreichen Verkauf oder die erfolgreiche Vermittlung einer Ware, eines Geschäfts oder einer Dienstleistung.

Die Höhe der Courtage ist zumindest bei Immobilien gesetzlich klar geregelt. Der Schnitt erfolgte 2010. Durften Makler in Österreich vorher bis zu drei Bruttomonatsmieten von ihren Klienten verlangen, sind es jetzt maximal zwei, sofern es sich um einen unbefristeten Mietvertrag oder einen befristeten Mietvertrag über vier und mehr Jahre handelt. Bei Verträgen bis zu vier Jahren ist die Courtage auf eine Kaltmiete gedeckelt. Bei Kaufgeschäften beträgt die Provision drei Prozent. Bemessungsgrundlage ist in dem Fall der Kaufpreis. Die gesetzliche Basis liefert das österreichische Maklergesetz (MaklerG).

Es bildet auch die Grundlage für Versicherungsmakler. Es regelt einerseits die Provisionsansprüche, dient andererseits aber auch als Pflichtenkatalog. Diese Konstellation gilt als vorbildlich und wurde vom deutschen und österreichischen Maklerverband bereits als Modell für Europa diskutiert. Damit dieses System funktioniert und die Courtage nicht zum Streitpunkt wird, ist eine schriftliche Vereinbarung unumgänglich. Sie regelt, ob die Vergütung ausschließlich über die Courtage erfolgt, die in der Regel von der Versicherungsgesellschaft getragen und in den Abschlussgebühren verrechnet wird, oder ob gegebenenfalls eine Kombination aus Honorar und Provision greift.

An der Börse wiederum gilt das klassische Courtagemodell, ausgehend vom Kaufvolumen. Üblich ist eine Staffelung des Promillesatzes entsprechend der Höhe der Investition.

Erhält der Vermittler bei einer Transaktion bis 25.000 Euro zum Beispiel 0,75 Promille, sind es bei Geschäften ab 2,5 Millionen Euro zum Beispiel nur 0,06 Promille.