Dachfonds

Fonds bündeln eine Vielzahl von Einzelwerten, deren Zusammenstellung aktiv oder passiv von einem Management gesteuert wird. Nimmt man nun mehrere solcher Einzelfonds und schnürt sie zu einem großen Paket, entsteht ein sogenannter Dachfonds (Funds of Funds), dessen Bestandteile als Zielfonds bezeichnet werden. Damit es sich auch tatsächlich um einen bunten Strauß verschiedener Fonds handelt, darf jeder Zielfonds maximal 20 Prozent ausmachen.

Der Vorteil einer solchen Fondsmixtur ergibt sich in erster Linie aus der extrem großen Streuung auf verschiedene Anlageklassen. Jeder Zielfonds für sich deckt bereits ein breites Spektrum ab und minimiert damit das Anlagerisiko. Dieses Prinzip wird bei einem Dachfonds nochmals potenziert. Hinzu kommt, dass sich die Erfahrungen und Anlagestrategien mehrerer Fondsexperten in einem Punkt konzentrieren. Aufgabe des Dachfonds-Managements ist es, die aussichtsreichsten Kandidaten zu ermitteln und in den Pool zu holen.

Für Privatanleger ist es nahezu unmöglich, ein Portfolio zu organisieren, das den Strukturen mehrerer Fonds entspricht. Daher gelten Dachfonds als optimale Lösung, wenn es darum geht, ein weites Feld an Aktien, Anleihen und/oder Sachwerten in seiner Vermögensanlage abzudecken.