Depotgebühren

Dafür, dass Banken und Broker ein Wertpapier-Depot zur Verfügung stellen, es verwalten und ihre Kunden über den Wertpapierbestand informieren, erheben die Unternehmen eine Depotgebühr. In welcher Höhe und anhand welcher Kriterien die Depotgebühren in Rechnung gestellt werden, ist von der Wertpapierherkunft und  von dessen Verwahrart abhängig.

Handelt es sich um ein ausländisches Wertpapier wird eine Gebühr von 0,5 % zuzüglich 20 % MWSt verrechnet (Verwahrart „Wertpapierrechnung). Bei inländischen Wertpapieren wird üblicherweise 0,2 % zuzüglich 20 % MWSt. verrechnet (Verwahrart „Sammelverwahrung“). Depotgebühren werden vom vorhandenen, aktuell bewerteten Wertpapierbestand berechnet und jeweils vierteljährlich im Nachhinein dem Kunden-Verrechnungskonto angelastet. In der Bankenlandschaft kann es durchaus auch Pauschalvereinbarungen für ein Wertpapier-Depot geben. So wird unabhängig vom Depotbestand ein pauschaler Betrag festgesetzt.

Überschätzen sollte man die reinen Depotgebühren nicht. Sie sind zwar nicht gänzlich zu vernachlässigen, verlieren angesichts der übrigen Depotkosten allerdings zunehmend an Gewicht. Das ist abhängig davon, wie intensiv das Wertpapierdepot genutzt wird. Bei Anleger, die mehrmals pro Monat Papiere kaufen und verkaufen, sind die Kosten je Auftrag, die sogenannten Ordergebühren, ein größerer Kostenfaktor. Handelt es sich hingegen um ein Depot, das ausschließlich einen Fondssparplan bedient, ist es ratsam, auf günstige Depotgebühren zu achten. Maßgeblich ist sicherlich, welche Leistungen eine Bank im Zuge des Wertpapier-Depots anbietet.