Einmalerlag

Statt monatlich in eine Renten- oder Lebensversicherung einzuzahlen, besteht mit dem Einmalerlag die Möglichkeit, nur einmal einen höheren Beitrag zu leisten und das Kapital über die vereinbarte Laufzeit arbeiten zu lassen. Interessant ist der Einmalerlag – oder Einmalbeitrag – gleich aus mehreren Gründen. Er bietet steuerliche Vorteile. Die Anlage gilt als vergleichsweise sicher. Zudem gewähren die Anbieter üblicherweise eine garantierte Ablaufleistung.

Das Prinzip des Einmalerlags: Der Kunde zahlt den gewünschten Betrag ein, was im Schnitt bereits ab 2.000 Euro möglich ist. Absolutes Minimum sind 1.000 Euro. Nach oben hin gibt es keine Grenze. Die Assekuranz legt das Geld an, häufig in Anleiheprodukte sowie sichere Wertpapiere, und verzinst das Kapital. Sofern die Laufzeit mindestens 15 Jahre beträgt (bis 2011 reichten zehn Jahre), ist der Einmalerlag von der Kapitalertrags- und der Wertzuwachssteuer befreit. Erst wenn die Versicherung zur Auszahlung gelangt, wird die Einkommenssteuer fällig: Für den Betrag, der den geleisteten Einmalerlag übersteigt. Handelt es sich um eine lebenslange Rente, kommt die Einkommensteuer ins Spiel, sobald die Auszahlungen in Summe höher sind als die ursprüngliche Einlage. Berücksichtigt werden muss darüber hinaus die vierprozentige Versicherungssteuer.

Bereits angespartes Kapital als Einmalerlag zu investieren erfreut sich inzwischen größter Beliebtheit. Dazu tragen in erster Linie die steuerlichen Vergünstigungen bei. Es gibt allerdings auch die Option, mit der Zahlung des Einmalerlags direkt Anspruch auf eine Rentenzahlung zu erwerben. Dadurch entfällt zwar der Steuervorteil, dafür kann die private Altersvorsorge ohne lange Wartezeiten aufgestockt werden. Dieser Schritt lohnt sich aber erst ab einem gewissen Volumen.

Grundsätzlich gilt: Der Vorsorgeaspekt bei Lebensversicherungen mit Einmalerlag betrifft den Versicherungsnehmer und die Angehörigen gleichermaßen. Denn auch bei dieser Vertragsvariante besteht ein Todesfallschutz, mit dem die Hinterbliebenen abgesichert werden. Zu wessen Gunsten die vereinbarte Summe im Ablebensfall ausgezahlt wird, verankern Kunde und Assekuranz im Vertrag. Ebenfalls fixiert werden sollte die garantierte Leistung. Sie ist maßgeblich. Denn die mögliche Gewinnbeteiligung stellt lediglich eine Prognose ohne Gewähr dar.