Hang Seng Index

Der Hang Seng Index, kurz HSI, der Hongkonger Aktienbörse (Hong Kong Stock Exchange, HKEx) zählt zu den wichtigen Kursmessern an den internationalen Märkten. Herausgegeben wird der Index seit 1969 von der Tochtergesellschaft der Hang Seng Bank, der HSI Services Limited. Er bildet über 40 Unternehmen ab, deren Marktkapitalisierung (Kurswert mal Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien) insgesamt über 70 Prozent der Aktienbörse in Hongkong widerspiegelt.

Für die Aufnahme in den Hang Seng wurden klare Richtlinien formuliert. Die wichtigsten Faktoren stellen die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen dar. Die Kandidaten müssen zu den 90 Prozent der bestplatzierten Unternehmen gehören. Abhängig davon, wie sich die Unternehmen positionieren, müssen sie zusätzlich eine bestimmte Zeitspanne an der Börse gelistet sein. Bei den Top-5 reichen drei Monate, um in den Hang Seng aufgenommen zu werden. Für Aktiengesellschaften, die es nicht unter die besten 25 schaffen, ist eine Frist von 24 Monaten vorgesehen. Verantwortlich dafür, wie sich der Hang Seng zusammensetzt, zeichnet die HSI Services Limited.

Der besseren Übersicht wegen gibt es seit 1985 vier zusätzliche Subindizes für die einzelnen Branchen: Industrie und Handel (HSI Commerce & Industrie), Finanzen (HSI Finance), Versorger (HSI Utilities) sowie Immobilien (HSI Properties).

Als Basiswert für den Hang Seng wurden seinerzeit 100 Punkte festgelegt. Das entspricht dem Wert am 31. Juli 1964, bis zu dem der Index zurückgerechnet wurde. Sein Allzeittief erreichte der HSI in der Zeit zwischen der ersten Veröffentlichung und dem Tag, der den Basiswert markiert: am 31. August 1967 mit 58,61 Zählern. Die 1.000-Punkte-Grenze knackte der Hang Seng am 2. Februar 1973, die 5.000-Punkte-Marke am 11. März 1992 und den bisherigen Höchstwert mit über 31.000 Punkten im Oktober 2007.