Market-Maker

Wertpapiere jederzeit an- und verkaufen zu können, ist eine der Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Börse. Verantwortlich dafür sind unter anderem sogenannte Market Maker (Marktmacher). Dabei handelt es sich um professionelle Börsenhändler. Sie legen verbindliche Kurse fest, zu denen An- und Verkaufsorders für Aktien, Renten und andere Wertpapiere möglich sind. Damit erhöhen sie die Liquidität und stellen einen funktionierenden Markt (= Angebot und Nachfrage) sicher.

Das Market Maker Prinzip ist recht simpel. Es basiert auf dem Geld- und dem Briefkurs.

Geldkurs: Der Kurs, den der Käufer zu zahlen bereit ist.

Briefkurs: Der Kurs, den der Verkäufer verlangt.

Die entsprechenden Wertpapiere werden zu einem möglichst günstigen Geldkurs gekauft. Angeboten werden sie zu einem höheren Briefkurs. Die Differenz ergibt den Gewinn des Market Makers. Gleichzeitig profitieren Händler, die als Market Maker agieren, von Vergünstigungen, zum Beispiel durch geringere Handelsgebühren.

An den internationalen Märkten sind etwa 550 Market-Maker-Firmen aktiv. Die wichtigsten sind:

Goldman Sachs (GSCO)

Merril Lynch (MLCO)

Morgan Stanley (MSCO)

Salomon Brothers (SALB)

Smith Barney Shearson, Inc. (SBSH)

Herzog, Heine, Geduld INC [Fusion mit Merril Lynch in 2001] (HRZG)

Mayer & Schweitzer, Inc. (MASH)

Spear, Lees & Kellogg Capital Markets (SLKC)

Knight Trading Group, Inc. (NITE)

An der Wiener Börse fungieren heimische Banken – wie ErsteGroup, Raiffeisen Centro Bank, aber auch Internationale Finanzinstitute wie Societe General – als Market Maker. Ein genauer Überblick ist auf der Homepage der Wiener Börse www.wienerborse.at zu finden.