Pensionsrückstellung

Da die staatliche Pension den gewohnten Lebensstandard im Alter nicht mehr sicherstellen kann, sind zusätzliche Vorsorgemaßnahmen erforderlich. Eine Option stellt die Pensionszusage im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dar. Die daraus resultierenden Ansprüche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden über eine Pensionsrückstellung gewährleistet.

Interessant sind betriebliche Pensionsvorsorgemodelle vor allem aus Steuersicht, und zwar für beide Parteien: die Unternehmen und die Begünstigten. Allerdings muss eine Reihe gesetzlicher Vorschriften beachtet werden, angefangen beim Einkommensteuergesetz über das Betriebspensionsgesetz, das Pensionskassengesetz bis hin zum Unternehmensgesetzbuch.

Die Gesetzestexte beziehen sich mitunter auf die Erfordernisse bei der Deckung der Rückstellung. Paragraf 14 Absatz 7 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes zählt die für die Absicherung tauglichen Wertpapiere (z.B. öffentliche Anleihen, Bundesschatzbriefe, Bankschuldverschreibungen, Industrieobligationen, Wohnbauanleihen oder Gewinnschuldverschreibungen) auf. Nicht für die Pensionsrückstellung geeignet sind zum Beispiel Zertifikate, sofern sie keine 100-prozentige Kapitalgarantie vorsehen.

Dass die Deckungserfordernisse eingehalten werden, ist aus zwei Gründen wichtig. Zum einen, weil sie eine Sicherungsfunktion haben. Zum anderen, weil nur mit einer gesetzeskonformen Deckung der Pensionsrückstellung steuerliche Vorteile geltend gemacht werden können. Unternehmen profitieren zum Beispiel davon, dass die Rückstellung als Aufwand verbucht und als Betriebsausgabe abgesetzt werden kann. Der Aufbau der Pensionsrückstellung ist also Gewinn mindernd. Darüber hinaus ergibt sich eine Ersparnis bei der Körperschaftssteuer und müssen für die Beiträge, die den Leistungsfall absichern, weder Sozialversicherungsbeiträge noch Lohnnebenkosten bezahlt werden. Angestellte und Arbeiter ziehen aus der Pensionsrückstellung ebenfalls einen Nutzen. Das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn eine Gehaltserhöhung – von der unter dem Strich nicht viel übrig bleibt – in eine Zusatzpension gewandelt wird.