Ich lese in Zusammenhang mit Investmentfonds immer wieder von Value- und Growth-Fonds. Was versteht man darunter?

Aktienfonds, die einer Value-Strategie (= wertorientiert) folgen, investieren in unterbewertete (günstige), aber fundamental gesunde Unternehmen, die längerfristig ein nachhaltiges Wachstum aufweisen. Der Fondsmanager konzentriert sich bei der Auswahl nicht auf Konjunkturprognosen oder globale Makroanalysen. Sein Fokus liegt auf den Fundamentaldaten der einzelnen Unternehmen (zB. Kurs/Gewinn-Verhältnis, Preis/Buchwert-Verhältnis, Dividendenrendite). Value-Fonds weisen aufgrund ihrer Anlagepolitik meist eine geringere Schwankungsbreite auf. Für den langfristig orientierten Anleger ermöglichen sie daher eine eher konservative Veranlagung im Bereich Aktien/Aktienfonds.

 

Im Gegensatz dazu investieren Aktienfonds, die einer Growth-Strategie (= wachstumsorientiert) folgen, in Werte, die ein starkes Gewinn- und Umsatzpotenzial aufweisen. Die Bewertung des Unternehmens spielt eine eher untergeordnete Rolle.  Anhand der Prognosen für die jeweilige Branche wählt der Fondsmanager jene Aktien aus, bei denen er starkes Wachstum und daraus folgend einen hohen Gewinn erwartet. Viele Fondsmanager achten aber auch die Beschaffenheit des Wachstums, etwa die Nachhaltigkeit oder die Rentabilität. Growth-Fonds weisen aufgrund ihres Veranlagungsstils oft höherer Kursschwankungen auf.